Lecco

Lecco ist der Hauptort des Ostufers und liegt an der Südspitze des Lario umgeben von den Gipfeln des Resegone (1875 m). Der Ort wurde auf einer Schwemmlandebene gegründet und wird durch den Fluss Adda geteilt. Trotz seines industriellen Charakters zeigt sich das Zentrum mit seiner langen Fußgängerzone als sehr modern, einzigartig und wohlhabend.


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Zu den vielen Sehenswürdigkeiten gehören die Piazza Garibaldi, Piazza Manzoni, Piazza XXSettembre und schlussendlich die Ponte di Azzone Visconti.

Piazza Garibaldi mit DenkmalPiazza Garibaldi mit Denkmal







Es gibt kaum einen Ort in Italien, in dem nicht in irgendeiner Form an den Nationalhelden und Freiheitskämpfer "Giuseppe Garibaldi" erinnert wird.








In unmittelbarer Nähe der Piazza Garibaldi beginnt die "Via Cavour", die Haupteinkaufsmeile von Lecco. Über die "Via Roma", ebenfalls von der Piazza abgehend, gelangt man direkt zum Denkmal Manzonis.

Piazza Manzoni mit DenkmalPiazza Manzoni mit Denkmal




"Alessandro Francesco Tommaso Manzoni" wurde am 07. März 1785 in Mailand geboren und starb am 22. Mai 1873. Er war einer der angesehensten Dichter und Schriftsteller Italiens. Eines seiner bekanntesten Werke ist der Roman "I Promessi Sposi", zu deutsch: Die Brautleute. Seine Kindheit verbrachte er in Lecco und ließ seinen Roman auch hier spielen. Der Tod Napoleons am 05. Mai 1821 veranlasste ihn ein Gedicht zu schreiben mit dem Titel "Il Cinque maggio" (Der fünfte Mai). Es zählt in Italien zu einem der berühmtesten Dichtungen und wurde zuerst von Goethe ins Deutsche übertragen.



Sehenswert ist die Villa Manzoni, in der sich heute ein Museum befindet. Hier besteht die Möglichkeit viele Spuren seiner Romanfiguren aufzudecken.

Piazza XXSettembrePiazza XXSettembre




Auf der Piazza XXSettembre unterstreichen etliche Cafés das südliche Flair.

Hervorzuheben sind die Paläste, entstanden Ende des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts, mit ihren eleganten Terrassenbalkons und den kunstvollen Fenstern.

Jeden Mittwoch und Samstag Vormittag findet hier der Wochenmarkt statt.




Das "Museo Civico" an der Piazza widmet sich dem ersten Weltkrieg und dem Risorgimento (Zusammenführung der damaligen eigenständigen Fürstentümer mit den Regionen der Apenninen-Halbinsel zu einem unabhängigen Nationalstaat Italiens). Ein lohnenswerter Ausflug, wenn das Wetter nicht den Vorstellungen entspricht.

Fast am Ende der Piazza in Richtung Norden steht auf der rechten Seite das Wohnhaus von "Antonio Stoppani", einem der bekanntesten Geologen und Paläontologen Italiens. Er wurde in Lecco geboren und arbeitete als Professor an dem technischen Institut in Mailand. Ausgezeichnet wurde er für seine Forschungen über das Mesozoikum in Oberitalien (Erdmittelalter, ca. 250 bis 150 Millionen Jahre vor unserer Zeit). Gemeint damit sind die Formationen der Trias- (Dreiteilung durch Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper) und des frühen Jura.

Ponte di Azzone ViscontiPonte di Azzone Visconti




Das Wahrzeichen der Stadt ist die Brücke "Ponte di Azzone Visconti" über die Adda. Der Namensträger gab sie im 14. Jahrhundert in Auftrag; doch durch die mehrfache Teilzerstörung geht ihre heutige Form auf das 17. Jahrhundert zurück.


Kirche S. NicoloKirche "S. Nicolo"







Zu den bekanntesten Kirchen gehören "S. Nicolo" mit ihrem 96 m hohen Glockenturm, der alle Dächer überragt und die Chiesa di Don Abbondio, etwas außerhalb des Stadtkerns.






Wanderempfehlung:

Ca. 5 km in östlicher Richtung vom Stadtzentrum führt eine Seilbahn auf das Hochplateau (1330 m), die "Piani d`Erna", zu Füssen des Berges Resegone, den man auch als den Hausberg von Lecco bezeichnet. Hier oben gibt es unzählige leicht begehbare Wege durch Wälder und Wiesen mit schönsten Aussichten auf Lecco und die Umgebung. Über gut ausgeschilderte Pfade sind Bergbesteigungen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade ebenfalls möglich.

Spuren des Leonardo da Vinci:

Für Interessierte sei hier noch darauf hingewiesen, dass Leonardo da Vinci sich in den Jahren von 1473 bis 1498 in der Umgebung von Lecco aufgehalten hat. Er bewunderte den zweit kürzesten Fluss mit seiner Eigenart, den Fiumelatte (siehe unter Varenna) und besichtete die Eisen- und Kupferwerke im Valsassinatal. Da Vinci untersuchte die Schiffbarkeit des Flusses Adda, die anhand seiner Plänen im 18. Jahrhundert umgesetzt wurde.

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