Isola Comacina

Isola ComacinaIsola Comacina

Die einzige Insel des Comer Sees ist den Ortschaften Ossuccio und Sala Comacina vorgelagert. Sie wurde lange von den Römern bewohnt und zählt heute zu einem Eldorado der Archäologie.

Ihre Geschichte:

Als die Barbaren im Laufe der Völkerwanderung Mitte des 6. Jh. große Teile des römischen Reiches besetzten, flüchteten viele wohlhabende Familien aus Como und Umgebung auf die Insel Comacina, die damals noch den Namen "Christopolis" (Stadt des Christus) trug. Innerhalb kurzer Zeit entstanden zahlreiche Häuser, Kirchen und Festungen. Die Bewohner verteidigten sich erfolgreich gegen die Eindringlinge. Während des Mittelalters mehrten die Inselbewohner ihren politischen Einfluss, ihre wirtschaftliche Macht und kamen so zu großem Wohlstand.

Zur Zeit des 10-jährigen Krieges, der 1127 mit dem Sieg Mailands über Como endete, bestanden freundschaftliche Beziehungen zwischen Mailand und der Insel Comacina. Das zerstörte Como wurde unter Kaiser Barbarossa wieder aufgebaut und 1169 überfiel das comaskische Heer, verstärkt durch die drei Pfarreien Dongo, Gravedona und Sorico, die Insel und zerstörten die gesamte Baustruktur: Häuser, Festungen und von den ehemals neun Kirchen blieb nur eine verschont. Barbarossa verbot in einem Dekret von 1175 einen erneuten Wiederaufbau. Zusätzlich verhinderte ein von Bischof Vidulfo aus Como ausgesprochener Fluch für lange Zeit eine erneute Besiedelung. Er lautete: "Es werden niemals mehr die Glocken läuten, niemand wird mehr einen Stein auf den anderen setzen, niemand wird hier mehr Wirt sein unter der Strafe eines qualvollen Todes". (Quelle: http://www.comacina.de)

Über Jahrhunderte blieb die Insel unbewohnt, bevor sie einige Male den Besitzer wechselte. 1914 wurde sie dem belgischen König Albert I. als Dank für dessen Solidarität mit Italien zu Beginn des 1. Weltkrieges vermacht. 1920 schenkte der belgische König die Insel dem italienischen Staat mit dem Wunsch, sie als Erholungsort für belgische und italienische Künstler und Literaten zu öffnen. Heutzutage gehen von hier wichtige Impulse der künstlerischen Szene auf die ganze Umgebung aus.

Isola Comacina heute:

Mit dem Schiff von Menaggio oder der Fähre ab Sala Comacina kann die Insel erreicht werden.

Zu besichtigen ist das kleine Kirchlein "S. Giovanni". Ein Rundgang um die Insel, die etwa 600 m lang und ca. 150 m breit ist, führt an der Kirche vorbei und ist zu empfehlen. Die Dauer beträgt ca. 30 min. Jedes Jahr, Ende Juni, wird das traditionelle Fest von San Giovanni mit einer feierlichen Schiffsprozession und dem traditionellen Feuerwerk gefeiert.

Restaurant La Locanda dell`isolaRestaurant "La Locanda dell`isola"

Ein Highlight ist das Inselrestaurant "La Locanda dell`isola Comacina". Dieses Restaurant wird gerne von VIPs aus aller Welt besucht. Gäste waren hier von Georg Clooney, Brad Pitt, Matt Damon bis hin zu den Sängern: Britney Spears, Madonna, Joe Cocker und Elton John. Menüpreis ab ca. 60,- € (Weitere Informationen).

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