Alessandro Volta

Alessandro Volta wurde am 18. Februar 1745 als Sohn einer wohlhabenden Familie in Como geboren. Über seine Kindheit und Schulzeit ist nur wenig bekannt.

In Vorbereitung auf eine Juristenlaufbahn besuchte er von 1758-1760 eine Jesuitenschule. Doch Volta beschäftigte sich schon früh im Selbststudium mit der Elektrizität.

1769 und 1771 Veröffentlichung erster Arbeiten zur Lehre der Elektrizität.

1774 wurde Volta Physiklehrer an einer Schule in seiner Heimatstadt Como.

Fünf Jahre später erhielt er die Ernennung zum Professor für Physik an der Universität Pavia.

Seine Erfindungen:

Alessandro VoltaAlessandro Volta

1776 entdeckte er in den Sümpfen des Lago Maggiore ein brennbares Gas (Methan) mit dem er verschiedene Experimente durchführte. Er entwickelte die sogenannte Volta Pistole, in der ein elektrischer Funke, der mit einem brennbaren Gas in Berührung kommt, eine Verbrennung auslöst: die Vorstufe des Gasfeuerzeuges. Er benutzte seine Pistole auch zur Messung des Sauerstoffgehaltes in Gasen (Eudiometer).

1792 wies Volta nach, dass eine elektrische Spannung entsteht zwischen zwei verschiedenen leitenden Metallenplättchen (Zink und Kupfer), die durch einen mit einer leitenden Flüssigkeit getränkten Isolierstoff (Pappe) voneinander getrennt sind. Hat man nun diese beiden Metallplättchen miteinander verbunden, so fließt ein elektrischer Strom. Das Zinkplättchen gibt Elektronen ab, somit entsteht ein Elektronenüberschuss und damit negative Ladung. Das Kupferplättchen nimmt Elektronen von Zink auf, so dass ein Elektrodenmangel und positive Ladung entsteht. Je mehr Metallplättchen man dazu schaltete, um so höher war die Stromstärke. Man nannte diese Erfindung die "Voltasche Säule". Volta benutzte diese Stromquelle, um chemische Verbindungen aufzuspalten, z.B. Wasser in die Elemente Wasserstoff und Sauerstoff.

Dies war die Geburtsstunde der Batterie. Wenn man nun zwischen den Polen, der Eine (-Pol) mit überschüssigen Elektronen und der Andere mit den wenigen Elektronen (+Pol), eine Drahtverbindung anschließt, fließen die Elektronen vom -Pol zum +Pol. Es entsteht somit eine Spannung. Schließt man zwischen dem Draht noch einen Verbraucher, z.B. eine Lampe an, so beginnt diese durch den Elektronenstrom zu leuchten.

1802 ging die Batterie in die Massenproduktion. Schon Jahre vorher verlieh ihm die "Royal Society" in London für seine Erfindungen die "Copley Medaille", die höchste damalige wissenschaftlich Auszeichnung. Von Napoleon erhielt er die Ernennung zum Grafen des Königreichs der Lombardei.

1881, 54 Jahre nach seinem Tod, wurde auf dem ersten elektrischen Weltkongress in Paris die Einheit der elektrischen Spannung nach Alessandro Volta benannt, "Volt".

Weitere Erfindungen waren:

Voltas privater Lebensweg:

1793 heiratete er mit 48 Jahren die zwanzig Jahre jüngere Teresa Peregrini. Sie stammte aus einer wohlhabenden lombardischen Adelsfamilie. Mit ihr wurde er stolzer Vater von drei Söhnen. Mit 74 Jahren zog er sich in den Ruhestand zurück. Am 5. März 1827 starb Alessandro Volta auf seinem Landsitz in Camnago bei Como. Sein Grab befindet sich in Como.

Alessandro Volta wurde als immer freundlicher, geselliger und zufriedener Mensch beschrieben. Bei seinen Schülern war er sehr beliebt. Als Forscher war er ein zielstrebiger Beobachter und überzeugender Entwickler.

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